Unsere Geschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegründet, um den Anforderungen des damals neuen Energiewirtschaftsgesetztes (EnWG) gerecht zu werden, hat sich die Rheinische NETZGesellschaft (RNG) innerhalb der vergangenen zehn Jahre zu einem wichtigen Akteur der Energiewende in der rheinischen Region weiterentwickelt.

Zum einen hat sich der Verantwortungsbereich der RNG deutlich erweitert: War sie anfangs für 13.660 Kilometer Strom- und 3.918 Kilometer Gasleitungen zuständig, sind es inzwischen rund 19.000 bzw. 5.500 Kilometer und 1,5 Millionen Netzkunden in der rheinischen Region. Zum anderen steht die RNG vor der Herausforderung, ein einst reines Versorgungsnetz zu einem Smart Grid um- und auszubauen, um mit einer leistungsfähigen Infrastruktur die Energiewende in der rheinischen Region aktiv zu unterstützen. Denn inzwischen gilt es nicht mehr nur die Leistung klassischer großer Kraftwerke zuverlässig und möglichst störungsfrei zu verteilen, sondern auch den von vielen kleinen dezentralen Photovoltaik- oder Windkraftanlagen erzeugten Strom. Speichertechnologien und Elektromobilität werden mit hoher Dynamik weitere Veränderungen bringen. Dazu muss das Verteilnetz der Zukunft mit smarten Betriebsmitteln ausgestattet sein, die untereinander über eine Kommunikationsstruktur vernetzt sind.

Um ein solches aktives Verteilnetz mit hoher Versorgungssicherheit betreiben zu können, ist völlig neuartige Schutz- und Automatisierungstechnik erforderlich, die etwa Spannungsabfälle, Kurzschlüsse oder Fehlerströme abfängt und Störungen nicht nur meldet, sondern auch automatisch beheben kann.

Die RNG entwickelt entsprechende Netzkonzepte und testet in Pilotprojekten deren praktischen Einsatz. Daneben engagiert sich das Unternehmen in verschiedenen Forschungsprojekten etwa zur Schwarmintelligenz verteilter Anlagen oder dezentraler autarker Automatisierung.

"Kaum eine andere Branche wandelt sich so schnell wie der Energiesektor", sagt RNG-Geschäftsführer Dr.-Ing. Ulrich Groß, "und auf diese Veränderung müssen wir technisch angemessen reagieren, ohne die Wirtschaftlichkeit außer Acht zu lassen."

In den vergangenen zehn Jahren ist das der RNG bestens gelungen. Darum sind zu den Gründungsmitgliedern - RheinEnergie, BELKAW, Stadtwerke Leichlingen, Energieversorgung Leverkusen - weitere hinzugekommen: die Gasversorgungsgesellschaft Rhein-Erft, die energieversorgung Dormagen, die AggerEnergie und kürzlich die Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG sowie die Lohmar Netzeigentumsgesellschaft mbH.

Zudem bekommt durch die Verabschiedung des Digitalisierungsgesetztes (GDEW) der grundzuständigen Messstellenbetreiber eine herausgehobene Bedeutung. Es gilt, den flächendeckenden Einbau moderner und intelligenter Messsysteme in technischer, wirtschaftlicher und logistischer Hinsicht zu organisieren.

"Das Vertrauen der Unternehmen und unserer Kunden ist für uns Ansporn, die Energiewende und die technische Weiterentwicklung der Netze in den kommenden Jahren nicht nur zu begleiten, sondern aktiv mitzugestalten", sagt Karsten Thielmann, der kaufmännische Geschäftsführer der RNG. "Wir sehen uns in der Verantwortung für eine auch in Zukunft sichere, moderne und komfortable Infrastruktur, in der rheinischen Region."

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