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Förderende von EEG-Anlagen

Mit Ende des Jahres 2020 läuft die Förderung für EEG-Anlagen mit Inbetriebnahme im Jahr 2000 oder früher aus. In den Folgejahren wird dies immer mehr EEG-Anlagenbetreiber bereffen. Nach den aktuell geltenden Regelungen des EEG entfällt dann unsere Verpflichtung als Netzbetreiber zur kaufmännischen Abnahme bzw. zur Vergütung des produzierten Stroms. Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Entflechtungsvorgaben ist es uns dann nicht mehr gestattet, entsprechende Strommengen aus EEG-Anlagen anzukaufen bzw. nach EEG zu vergüten.

Basierend auf den gegenwärtigen Regelungen des EEG sind derzeit zwei Varianten zum weiteren Betrieb Ihrer Erzeugungsanlage möglich.

 1. Sie bauen Ihre Anlage so um, dass der erzeugte Strom nicht mehr ins Netz einspeist, sondern ausschließlich vor Ort selbst verbraucht wird.

 - Hierbei kann eine Optimierung durch Speicher, Wärmepumpen und/oder Elektromobilität bzw. andere geeignete Verbrauchseinrichtungen erreicht werden.

- Technisch lässt sich eine Nichteinspeisung auch durch den Einbau von Energieflussrichtungssensoren unter Berücksichtigung der für die Anlage gültigen technischen Richtlinien realisieren.

Sollten Sie diese Variante wählen, wäre der erste Schritt dazu die Kontaktaufnahme zu einem Elektroinstallateur, um den technischen Umbau abzustimmen.

2. Sie beauftragen ein Unternehmen, welches den erzeugten Strom vermarktet.

- Der erzeugte Strom wird vollständig in das öffentliche Netz eingespeist.

- Die Vermarktung dieses Stroms erfolgt über einen Stromhändler (Direktvermarkter) an der Strombörse (max. zum Börsenpreis). Sie erhalten die "Vergütung" von diesem Stromhändler. Hierzu ist eine Anmeldung des Direktvermarkters beim Netzbetreiber erforderlich.

- Für diese Variante ist eine registrierende Leistungsmessung erforderlich und somit ein Austausch einer ggf. vorhandenen Arbeitsmessung (Arbeitszähler).

Erster Schritt dazu ist die Kontaktaufnahme zu einem Direktvermarkter, der Ihnen den Strom abkaufen möchte.

Es ist auch eine Kombination aus Variante 1 und 2 (Eigenverbrauch und Direktvermarktung) möglich.

Zurzeit werden seitens des Gesetzgebers Anpassungen des EEG zum 01.01.2021 erarbeitet und diskutiert, die auch ggf. Ihre Erzeugungsanlage betreffen. Im aktuell vorliegenden Entwurf ist unter anderem die Fortführung der Möglichkeit der kaufmännischen Abnahme des produzierten Stroms und Vergütung durch den Netzbetreiber angedacht.

Dazu haben wir Ihnen nachfolgend eine Auswahl von Links zusammengestellt, unter denen Sie sich ebenfalls informieren können.

Bitte berücksichtigen Sie, dass hier nicht alle Informationen aufgeführt werden können und kein Anspruch auf Vollständigkeit sowie Aktualität besteht.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.html

https://www.bdew.de/energie/erneuerbare-energien/

https://www.vku.de/vku-positionen/kommunale-energieversorgung/vku-positionspapier-zum-umgang-mit-post-eeg-anlagen-und-zum-zu-kuenftigen-umgang-mit-der-eigenversorgung-bei-alt-und-neuanlagen/

https://www.solarwirtschaft.de/

https://www.dgs.de/aktuell/

https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/

https://www.sfv.de/artikel/eeg-novelle_2021_wie_soll_es_mit_ue20-anlagen_weitergehen.htm

 

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