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§ 19 StromNEV-Umlage

Folgendes müssen Sie beachten, um eine endgültige Zuordnung zur B´- Letztverbrauchergruppe zu erhalten:

Grundsätzlich kann eine Kategorisierung in die B´- Letztverbrauchergruppe nur für Mengen ab 1 GWh erfolgen. Ab dem Jahr 2019 gibt es diese Priviligierung nur noch für die § 19 StromNEV-Umlage.

Die Mitteilung des Kunden muss bei der RNG spätestens zum 31.03.2021 vorliegen.

Diese Mitteilung kann formlos erfolgen, muss jedoch die folgenden Informationen beinhalten:

- Name und Adresse des Kunden

- Marktlokation (MaLo)

- Tatsächlich bezogene Menge 2020 (je MaLo)

- Bestätigung, ob es sich bei mehreren Zählpunkten um eine Abnahmestelle gemäß § 2, Punkt 1 KWKG 2016 handelt

- Die Angabe, ob der Strom an der Entnahmestelle (MaLo) komplett selbst verbraucht wurde oder ob er teilweise an Dritte weitergeleitet wurde.

Sofern der Kunde Strommengen an Dritte in 2020 weitergeleitet hat:

- Name und Adresse des Dritten/der Dritten

- MaLo(s) sofern vorhanden

- An Dritte weitergeleitete Strommenge 2020 

Bitte beachten Sie, dass die an Dritte weitergeleitete Menge über eine geeichte Messung erfasst werden muss.

Gerne können Sie uns Ihre Meldungen an kwk-umlagen@rng.de senden.

Ermittlung der weitergeleiteten Menge für die Meldung zur Reduzierung der Umlage gemäß § 19 StromNEV für das Jahr 2020

 

Sofern Ihr Unternehmen uns im letzten Jahr bzw. den letzten Jahren eine Meldung für die Reduzierung der Umlage gemäß § 19 StromNEV mit einer weitergeleiteten Menge an Dritte gemeldet haben sollte, beachten Sie bitte folgende Mitteilung:

Gemäß § 62b Absatz 1 EEG 2017 besteht ab dem 01.01.2021 die Pflicht, dass weitergeleitete Strommengen mittels geeichter und zeitsynchroner Zähler erfasst und abgegrenzt werden müssen. Dies richtet sich auch nach den Bestimmungen des Mess- und Eichrechts.

Für das Jahr 2020 ist grundsätzlich eine rechnerische Ermittlung der weitergeleiteten Mengen zulässig, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die Meldung zur Reduzierung der Umlage gemäß § 19 StromNEV eine Erklärung erhält, wie zukünftig die Ermittlung der weitergeleiteten Mengen erfolgen wird. Dies kann neben dem Hinweis auf eine verbaute Messeinrichtung auch eine entsprechende Erklärung sein, weshalb auch weiterhin die weitergeleiteten Mengen gemäß § 62b EEF 2017 rechnerisch ermittelt werden müssen.

Bitte beachten Sie, dass für die Abgrenzung von Strommengen mittels einer Schätzung die Vorgaben nach § 62b Absatz 3 EEG 2017 und für die Mitteilungen im Rahmen der Endabrechnung gegenüber dem Netzbetreiber die Vorgaben nach § 62b Absatz 4 EEF 2017 einzuhalten sind.

Eine sachgerechte Schätzung erfordert insbesondere, dass die zugrundeliegenden Methoden, Berechnungen, Annahmen und Eingangsparameter dem tatsächlichen Sachverhalt sowie den gesetzlichen Anforderungen an eine Schätzung gerecht werden. Außerdem müssen diese für einen nicht sachverständigen Dritten jederzeit nachvollziehbar und nachprüfbar sein. Um eine Besserstellung durch die Schätzung zu vermeiden, müssen die nicht privilegierten Strommengen zudem systematisch überschätzt werden.

Wir möchten in diesem Zusammenhang auf den BNetzA-Leitfaden "Messen und Schätzen" hinweisen, in dem diese Sachverhalte nochmals ausführlich erläutert sind.

Um eine reibungslose Abwicklung Ihrer Meldung für das Jahr 2020 zu gewährleisten, bitten wir die oben aufgeführten Kriterien zu beachten und entsprechend anzuwenden.

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